Vor der Liebespremiere

September 28th, 2010

Neues Glück, neuer Partner? Oder überhaupt zum ersten Mal die Richtige oder den Richtigen gefunden? Wer frisch verliebt ist, behält nur selten einen kühlen Kopf und macht sich vor der ersten gemeinsamen Liebesnacht sträflich wenig Gedanken über die wirklich wichtigen Dinge. Da drängen ganz andere Fragen, wie: Wird es schön? Werde ich ihr oder ihm gefallen? Welche Musik lege ich auf? Welche Beleuchtung wäre am schönsten? Und: Was ziehe ich an? – bzw. aus? Doch anderes ist viel wichtiger als das und sollte schon im Voraus für einen selbst beantwortet werden.

Zum eigenen Wohl

Das erste Mal Sex, ob zum allerersten Mal oder nur zum ersten Mal mit dieser Frau oder diesem Mann, ist aufregend. Doch sollte schon vor dem großen Tag oder Abend mindestens die Frage der Verhütung von Krankheitsübertragung und ungewollter Schwangerschaft geklärt sein. Die Aufgabe ist weder nur dem Mann noch nur der Frau zuzuweisen und beide sollten sich freuen, wenn doppelt daran gedacht wurde – das ist viel besser als gar nicht! Welche Verhütungsmethoden Frauen verwenden können, ist weitestgehend bekannt.

Genaue Informationen dazu findet man bei Ärzten und in medizinischen Ratgebern in Buchform oder auch Online. Auch kann man sich bei Freundinnen umhören, was sie empfehlen oder wovon sie abraten würden. Denn nicht jede Frau verträgt jedes Verhütungsmittel, hormonelle Umstellungen infolge ihrer Einnahme können ungewohnte und ungewollte Nebenwirkungen haben. Am besten fragt man vertrauensvoll seinen Arzt. Damit man keine bösen Überraschungen erlebt, sollte man auf keinen Fall nur die Verhütung einer Schwangerschaft in den Mittelpunkt stellen, wenn man mit seinem möglichen Partner über Verhütung spricht. Mindestens genauso wichtig ist die Krankheitsverhütung und da können Pille, Spirale und Co nichts gegen ausrichten.

Bei aller Liebe

Studien zeigen immer wieder schockierende Zahlen, wenn es darum geht, wie viele junge Menschen sich mit Kondomen schützen. Zwar gibt es zahllose Werbekampagnen für den Schutz mit dem Gummi, aber trotzdem benutzen ihn viel zu Wenige. Unglaublich, wenn man bedenkt, dass man damit schlimmstenfalls sein Leben aufs Spiel setzt. Erst kürzlich hat der Prozess um die Ansteckung mit HIV durch eine der No-Angels-Sängerinnen gezeigt, dass davor niemand gefeit ist und dass man es niemanden ansieht, ob er mit dem Virus infiziert sein könnte oder nicht. Wie kann einem das unterbrechungsfreie Liebesspiel wichtiger sein als das eigene Leben? Auch über unangenehme Fragen und das Gefühl verdächtigt zu werden, viele wechselnde Partner zu haben, sollte man sich hinwegsetzen. Schließlich hat man mit dem Liebesakt ja auch geplant, sich dem Anderen körperlich hinzugeben. Ein wenig Vertrauen und Offenheit auf der geistigen Seite sollte da doch mindestens drin sein.

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